BALADE DES LACS EN PEUGEOT 404 CABRIOLET

 

 

Im Peugeot 404 Cabriolet via Balsthal, Scheltenpass und Delémont nach Saignelégier, führte uns Mitte September die erste abendliche Etappe ins Hotel de la Gare et du Parc in der Kultur- und Pferdehauptstadt des schweizer Juras. Das Abendessen im legendären Café du soleil, wo man nach ein paar Schnäpsen vielleicht das eine oder andere Gerücht über den Verbleib des Unspunnensteins zu Ohren bekommen würde...

 

 

Am nächsten Morgen führt uns der kurze Weg nach einem ausgiebigen Frühstückbuffet ins Nachbardorf. Das Musée d'automobile in Muriaux zeigt den weltweit einzigen Peugeot 601 Coach Eclipse mit voll funktionstüchtigem, elektrisch versenkbarem Verdeck. Als anlässlich der Präsentation des 206CC ein paar Journalisten (AMS?) behaupteten, die Dachkonstruktion sei eine Kopie des aktuellen Mercedes SLK, wurde der 35er 601 aus Muriaux extra nach Paris geschafft um der versammelten Fachpresse vor Augen zu führen, wer wem was abgekupfert hat. Dabei stellte sich übrigens heraus, dass sich der 601 4 Sekunden schneller in ein Cabrio verwandeln lässt als ein SLK. Wer hats erfunden??
Only4Mac: Mit dem Cursor auf den Filmbereich fahren, und das Dach mit der Scrollkugel bedienen ;-)

 

 

Während des Mittagessens gesellte sich plötzlich ein seltener französischer Vogel zu unserem 404 auf dem Parkplatz...Oder wann habt ihr zum letzten Mal einen Simca 1510 gesehen?

 

 

 

Als sich der Himmel langsam zu lichten begann, beschlossen wir, eine kleine Wanderung um den Etang de Gruère zu unernehmen. Genau das Richtige, um den schweren Saucisson Jurassien zu verdauen. Auf dem Parkplatz trafen wir auf diesen stilvoll lackierten Retro-Reisebus.

 

 

 

Die Sonne kämpfte tapfer gegen die dichten Jurawolken. Hier spiegelt sie sich im schwarzen Moorwasser des Etang de Gruère. Das dunkle Wasser wärmt sich im Sommer stark auf und ermöglicht ein ganz besonderes Badeerlebnis.

 

 

 

Peugeot 404 Cabriolet tombée en panne! Während zügiger Fahrt über die welligen Nebenstrassen in Richtung Grenze lassen sich zwei Tatsachen nicht mehr ignorieren: 1. Das Fahrwerk aus den Sechzigern ist einfach sensationell! 2. Der massive Benzingestank im Innenraum ist einfach nicht mehr auszuhalten!! Also anhalten und hoffnungsvoll prüfen, ob da eventuell nur etwas Sprit Opfer der Fliehkräfte geworden ist...Leider nein. Der Schreck ist gross, als klar wird, dass bei eingeschalteter elektrischer Benzinpumpe ein nicht zu knapp bemessener Benzinstrahl den Boden verseucht! Sollte das schon das Ende unserer Reise sein? Man kennt ja die Probleme der Bosch-Pumpe, welche gerne inkontinent wird und sich dabei noch als irreparabel und nicht mehr bestellbar erweist.

 

 

 

Glück gehabt! Diagnose: abgequetschter Textilschlauch der Benzinrückführungsleitung. Ursache: Unsere 'sportliche' Fahrweise führte zu ungewohnt grossen Bewegungen des Panhardstabs. Dabei drückte er auf obigen Schlauch, welcher dort auf einer stabilen Metallleitung aufgesteckt war und an deren Ende langsam abscherte. Neu verlegt und erleichtert weitergefahren.

 

 

 

403 Berline, Hinterhof der Garage du Doubs, St. Ursanne

 

 

 

St. Ursanne, Kopfsteinpflaster und Mittelalter überall

 

 

 

Départementale 437c, St. Hippolyte 16.00 Uhr

 

 

 

Die Eclipse war endlich vorüber und sollte uns auch die folgenden 2 Tage nicht mehr heimsuchen

 

 

 

Die zweite Nacht verbringen wir im historischen Hotel la Balance (16. Jh) in der Altstadt Montbéliards, in welchem der Général de la 1ère Armée Francaise gegen Ende des 2. Weltkrieges sein Hauptquartier aufschlug, um die Rückeroberung des Elsasses einzuleiten.

 

 

 

Terrine Forestière und Carpe à l'Anis de Montbéliard, dazu ein Crèmant du Jura

 

 

 

Musée Peugeot in Socheaux. Seit einiger Zeit sind auch die 60er und 70er Jahre angemessen vertreten. Man scheint gemerkt zu haben, dass sich immer weniger Menschen wirklich noch an die Kutschen der 10er Jahre errinnern können.. Die Renn- und Rallyeabteilung scheint buchstäblich nach Benzin zu riechen, besonders am frühen Morgen, wenn noch keine anderen Besucher den Schlaf der afrikanischen Löwen stören.

 

 

 

Spuren der Zeit auf dem Werksgelände in Socheaux

 

 

 

Von spätsommerlichen Temperaturen verwöhnt, auf der N78 Richtung Région des Lacs

 

 

 

Ein wenig Turini-Feeling mitten im - von Schluchten durchzogenen - französischen Jura

 

 

 

Pause am Lac de Chalain an der D27

 

 

 

Flossenära à la Pininfarina

 

 

 

Die Cascades de Hérisson laden zu einer lohnenden kleinen Wanderung ein.

 

 

 

Unser letztes Hotel lag links. Aber wir kommen wieder, um eines Tages die Autobahn rechts stilecht zu befahren!

 

 

 

Auch am letzten Abend sollten wir kulinarisch auf höchstem Niveau verwöhnt werden. Dies eher überraschend, angesichts der abgelegenen Lage des 2** Hotels in welchem wir uns einquartierten.

 

 

 

Spuren der Zeit ll

 

 

 

Pünktlich zur Heimreise holte uns im Vallée de Joux der Regen wieder ein!

 

 

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